
Das Radionetz ist umgezogen
Juli 22, 2009
1 Monat neue Seite – 1 Monat Erfolg
Juni 15, 2009
Seit Ende letzten Jahres geplant, mit vielen Händen letztendlich realisiert, ist vor genau einem Monat die neue Seite von Radio BOB! in Hessen an den Start gegangen!
Einen Tag lang hat sich der Server noch ein bisschen verschluckt, um genau zu sein, gab es 4 Stunden nach Switch immer wieder Empfangsprobleme, aber seitdem läuft die Seite wie eine Nähmaschine.
Und das beste ist: Sie läuft höchst erfolgreich (s. Analatics Shot – ja genau, der Switch ist genau da, wo die Kurve explodiert!).
Was haben wir gemacht? Nun, wir haben aus einer üblichen Homepage, wie sie absolute Stangenware im Radiobusiness ist (also ein Gemischtwarenhandel mit tausend Containern, die niemanden wirklich interessieren!) einen totalen Switch in eine reine Blogmechanik betrieben. Das hatte seinen Ursprung in einem sehr intensiv eingesetzten Blog, mit dem der Sender gestartet ist und vor den im Nachhinein jene Seite, zum Glück Geschichte, geschaltet worden ist.
Nun war die Idee für diesen Switch technisch motiviert (die Pflege der Seite war in den Händen einer Abteilung, die nicht vor Ort war. Das Handling war – gelinde gesagt – kompliziert bis sehr zähflüssig!), aber auch inhaltlich: Was kann man als Radiosender im Netz wollen, das der geneigte User nicht auch woanders findet?
Da wir seit Beginn des Senders Anfang August 2008 sowieso sehr bloggetrieben auch on air unterwegs waren, da das gesamte Team immer auch in Blogkategorien gedacht hat, war dieser Schritt eigentlich nur konsequent. Erwachsene Lebensberichterstattung, die nicht immer on air eingebunden sein muss, die aber wenn, um so besser funktioniert. Das dazu auch noch solche Glücksgriffe wie das Thema Zensursula gekommen sind, haben die Seite radiobob.de wirklich auch in der Internetgemeinde ankommen lassen. Ein Ziel, das wir uns gesetzt haben und an dem wir arbeiten: Die Wahrnehmung der Seite als eigenständiges Medium und nicht nur als Begleitung eines Begleitmediums …
Dabei sind wir nicht selbstzufrieden und ruhen uns jetzt auf der Tatsache aus, dass wir der erste Deutsche Radiosender sind, der dieses Mittel -Blogmechanik mit aktiver Hörerbeteilung, auch am Programm – nutzt. Wir wissen, diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen und morgen schon wieder einen Schritt weiter sein als die Konkurrenz. Aber wir holen uns dafür auch kompetente Hilfe.
Aber trotzdem, schön ist es schon: Eine Idee haben, umsetzen und dann auch noch mit Erfolg belohnt werden …

Nächste Woche ist es endlich so weit
Mai 8, 2009
Nach so vielen Monaten ist es nächste Woche endlich soweit. Konsequenterweise schalten wir bei Radio BOB! in Kassel endlich die Flash Seite ab und haben ab dann “nur” noch einen Blog. Nach ersten Scatches im September, den ersten Überzeugungsgesprächen mit dem jetzigen GF von BOB! und dann viel klein klein Arbeit, die vor allen Dingen politischer Natur war, gab es jede Menge Programmierarbeit mit WordPress Kollegen und mit Maik Neudorf bei BOB!, jede Menge innerhäusige Abstimmung und Arbeiten an Vermarktungsideen und Live Tests inhouse. Jetzt ist es gut, funktionabel und ready to rumble!
Bei der Entwicklung sind wir sehr analytisch vorgegangen. Grundlage war die Überzeugung – bisher selten in Radio/ Internet Kreisen – dass Focussierung größere Erfolgsaussichten hat. Der Blog hat sich in Kombination mit On Air Teasing als hervorragende Kommunikationsplattform erwiesen, thematisch gebunden an das “erwachsene” Konzept von BOB!. Darüber hinaus haben wir über Tracking Tools analysiert, was sich auf der herkömmlichen Seite bewehrt hat, haben festgestellt, dass die Zahlen uns da vollkommen Recht geben: Das Programm ist wichtig, die Frequenzen sind wichtig und ein Programmelement des Webinspectors. Der Rest versinkt in Bedeutungslosigkeit. All das Stargeflüster, 08/ 15 Musiker Bios Geschrammel und sonstiges Gesumse erfreut sich Zugriffszahlen von 1- 2 Mal pro Monat. Der Verdacht des Zufalls oder Versehens macht sich breit.
Auch Nachrichten und Wetter – Fehlanzeige. Niemand sucht so etwas auf Radio Seiten. Interessanterweise -oder sollte ich lieber zynischerweise sagen – ergab ein kleines Panel unter den Kollegen, die für solche herkömmlichen Radioseiten verantwortlich sind, dass sie mitnichten diese Infos von Radioseiten holen. Warum dann der Radiohörer/ User?
Ab nächster Woche wird es unter www.radiobob.de dann endlich den Blog sofort zu erreichen geben – wie gut!
So, ab jetzt heisst es aber auch: Beweisen! In der Überzeugungsarbeit haben wir sehr oft die Blogtechnik als geeignetes Mittel beschrieben, um Radio Deutschland auch im Netz gut aufzustellen. Wir hoffen und arbeiten daran, dass die Zahlen uns Recht geben!

Die LFK Medienpreis Verleihung in Stuttgart
Mai 4, 2009
Heute abend in Stuttgart die große Verleihung des LFK Medienpreises 2009 – ich darf als Juror dabei sein!
Vorher ab 15:00 Uhr noch der Workshop “Heute schon gebloggt?” mit einer Masse an Anmeldungen – das ist gut, denn Bloggen ist definitiv die Zukunft im Radio.
Und für alle Teilnehmer und alle anderen Interessierten gibt es die Charts als PDF zum Download.
Über Kommentare freut sich der wahre Blogger nnatürlich auch, gerne auch Pings, Trackbacks

Was für ein Erfolg
März 12, 2009
Bei der MA 2009/ I hat Radio BOB! Hessen Rock´n Pop bundesweit die meisten Zuwächse mit 90 % erreicht. Das macht mich stolz – kann ich doch sagen, dass ich daran einen Anteil hatte. Als “Webinspector BOB!” on air und strategisch im Off und an den Tasten im Blog. Auch wenn die absoluten Zahlen noch mager aussehen, so sind auch die absoluten Zahlen in den Einzelstunden sehr erstaunlich für ein Produkt, das wenige Tage vor Start der Erhebungswelle gestartet ist: z.B. in der 7:00 Uhr Stunde durchschnittliche Reichweite von 55 000 Hörern. Das ist großartig.
Und Radio BOB! ist gerade auch in aller Munde, so z.B. hier im Quotenmeter und auch Christoph Lemmer findet nette Worte für den David aus Hessen – ein Umstand der an und für sich schon historisch zu nennen ist
Und persönlich hatte ich meine ganz private Ehrung: Am letzten Freitag, den 06.03.09 saß ich – zugegebenermaßen etwas verschüchtert -in der Jury des Medienpreis der LFK 2009. Verschüchtert deswegen, weil dort so erlauchte Personen wie z.B. Rainer Cabanis, Valerie Weber oder auch Ilka Eßmüller – also Leute von Format. Als es dann zur Vorstellungsrunde kam und ich mich als Markus Dreesen von Radio BOB! vorstellte, war das Hallo groß – bei Menschen, die eigentlich nur müde lächeln müssten bei den absoluten Zahlen. Allerdings scheint die Art und Weise, wie dort Radio gemacht wird, die Art und Weise, wie dort Internet und Radio zusammen geführt wird und die Art und Weise, dass wir einfach mal einen anderen Weg beschreiten einfach Eindruck zu machen und starkes Interesse zu wecken – weil es vielleicht die Zukunft ist.
Ich muss zugeben, dass hat mich sehr stolz gemacht!

Wordcamp Jena 14.02.09
Februar 17, 2009
Auch ich bin stolzer Besitzer eines solchen Shirts – weil auch ich in Jena weilen durfte.
Sehr charismatisches Grußwort vom WordPress Papa Matt, sehr interessante Vorträge, besonders für unsere Belange interessante Einführungen in WordPress MU und in BuddyPress.
Alles wichtige findet man unter der WordCamp Homepage!
Zusätzlich haben wir noch einen interessanten Kontakt mit den Menschen von netzsprecher.de gemacht – eine online Lösung, um Menschen übers Telefon mit der Stimme direkt auf die Homepage zu bekommen – eine Lösung, die geradezu danach schreit, im Umfeld von Radio eingesetzt zu werden.
Das WordCamp war schlussfolgernd eine weitere Bestätigung, dass eine konsequente Konzentrierung auf WordPress in Sachen Online Aktivitäten ein cleverer Schritt ist!

Paradigmenwechsel
Januar 29, 2009
Eine meiner ersten Amtshandlungen in meinem ersten Job in Online Verantwortung war die Verkündung, dass es ab jetzt keine Online Redaktion mehr gibt. Damit wollte ich mich nicht meines Jobs berauben, sondern klar machen, wofür meine Arbeit steht.
Das klassische Bild des Online Redakteurs gehört meiner Meinung nach der Vergangenheit an. Meine Kommunikation in jenem Job ging dahin, dass ich versucht habe, klar zu machen, dass meine Abteilung dafür da ist, Dinge online zu ermöglichen – “Redaktion” können andere besser, die dafür ausgebildet sind. Das sollen auch die machen.
Wenn man sich den klassischen Online Redakteur anschaut, ist das meist ein Mensch, der einfach irgendwann mit dem Thema konfrontiert wurde. Meist in einer Zeit, als die meisten mit online noch nichts zu tun hatten. Meist ist er oder sie auch technikgetrieben zu dem Thema gekommen. Er oder sie war halt der-/ diejenige, die online was zusammen basteln konnte. Irgendwann wurde dann vom Arbeitgeber noch schnell ein Kurs “Online Redaktion” für den Mitarbeiter gebucht – da wurde in aller Schnelle das “Schreiben” gelernt. Das heißt aber nicht, dass dieser Online Redakteur in irgendeiner Art und Weise Kompetenz dafür hätte, Content zu produzieren …
Content produzieren ist etwas, dass man als Redakteur in der Ausbildung – egal, ob über Voluntariat oder Seiteneinstieg -gelernt hat. Insofern sollte man die Kompetenz auch da abholen,wo sie tatsächlich ist.
Und gerade durch solche Maschinen wie WordPress wird es solchen “Content Profis” ermöglicht, diesen Content auch mit einfachsten Mitteln online zu stellen. Und dadurch wird das klassische Gewerbe des Online Redakteurs in letzter Konsequenz überflüssig. Denn diese Maschinen sind so user friendly, dass ja gerade jeder seinen Content online stellen soll und kann – ohne gößeres Hintergrundwissen. Somit steht der Content wieder im Vordergrund!
Aber was heißt das für die klassische Online Redaktion? Eigentlich, dass man sie abschaffen kann und statt dessen mit einem – meinetwegen aus Freelancern bestehendem – kleinen Team ersetzt und so Voraussetzungen schafft, die es einer kompetenten Content-produzierenden-Redaktion ermöglicht, auf einfachste Weise diesen Content online zu veröffentlichen. Diese Units müssen zum großen Teil aus “Freien” bestehen, weil nur in dieser Szene “Know How” dann abrufbar ist, wenn es auch aktuell gebraucht wird. Strukturen schaffen gerade im Online Bereich Stillstand und die Neigung zum “Das ist so, denn das war schon immer so!”. Aber gerade im Online Bereich ist diese Einstellung das Aus – weil Innovationen quasi täglich entstehen.
Nur ein waches Team, dass möglichst breit (gerade ausserhalb von Strukturen) vernetzt ist, kann die aktuellen Trends aufspüren und so dem wertvollen Content ermöglichen, dass er schließlich von den Usern gefunden und konsumiert wird!

Reduce to the max!
Januar 8, 2009
Das Projekt “Radio BOB! Hessen Rock´n Pop” entwickelt sich immer mehr zu einem sehr spannenden Online Projekt, das bereit ist, ungewöhnliche Wege für das Radiobusiness zu gehen und es ist toll, in diesem Umfeld mitarbeiten zu können.
Der übliche Umgang mit dem Netz in der deutschen Radiowelt geht ja so: Wir sichern uns hohe Budgets und am Schluss kommt eine hübsche, aber doch nur eindimensionale und nicht kommunikative aufgeblähte Visitenkarte dabei heraus. Das hat sicher historische Gründe – ist es doch die heilige Pflicht von Radio, möglichst breite Zielgruppen zu erreichen und – zu senden – nicht zu empfangen.
Aber, einer der Essenzen des Netz besteht sicher – und das ist jetzt eine absolute Nasenweisheit, sorry – in der Kommunikation – gerne auch Interaktivität genannt – also im Senden und Empfangen.
Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass gerade Radiosites, was die Zugriffszahlen angeht, überhaupt keine Rolle spielen – sehen sie doch immer aus, wie ein riesen Gemischtwarenhandel – völlig unübersichtlich und völlig unkommunikativ! Null Rückkanal!
So und deswegen haben wir bei BOB! den Blog als ein ideales Instrument für das Netz, also für das Radio im Netz identifiziert. Und das funktioniert sehr schön, auch langsam in einem Zahlenbereich, der erstaunlich ist (Zuwächse im Vergleich zum Vorgänger von 500 %).
Durch die Kontakte nach Jena haben wir jetzt auch Kontakt zu deutschen Sektion von WordPress bekommen – und eine Einladung zum Wordcamp am 14. Februar 2009 in Jena. Und weil uns das ehrt und weil wir auch WordPress in Zukunft noch mehr nutzen werden, werden wir diesen Tag auch nutzen, um das neue Online Konzept – das von allen oben beschrieben Unschönheiten bereinigt sein wird – von BOB! vorzustellen.
Das Bild ist sozusagen eine kleine Sneak Preview und ist das erste Scribble, auf dessen Grundlage das neue Konzept entstanden ist.
Ja, und der Papa ist ein bisschen stolz …

Und jetzt noch den Circle erweitern
November 6, 2008
Gerade noch habe ich gedacht, ja, das mit dem “Online - On Air”-Circle ist vorerst der Weisheit letzter Schluss, da bekomme ich eine Einladung nach Jena auf einen E-Commerce Pannel.
Erst einmal fand ich Jena und die Online Szene extrem interessant, war beeindruckt vom Jentower und wurde extrem nett empfangen von Holger Weser von Flymint.
Was mich auf dem Kongress extrem fasziniert hat, ist die Tatsache, dass das E-Commerce Geschäft schon längst so professionalisiert ist, dass man sich z.B. beim BAUR Versand Haus Gedanken darüber macht, wie man Suchanfragen präsentiert und damit Umsatzsteigerungen von bis zu 5 % erreicht. Gerade in dem Bereich, aus dem ich bin – also das Radiogeschäft – ist man froh, wenn man ÜBERHAUPT eine Suchfunktion auf der Seite hat.
Aber – der E Commerce wächst - und ist daran interessiert, immer neue Wege zu finden, weitere Reichweiten zu generieren.
Und da kommt die alte Tante Radio und die Kommunikationsfäühigkeit ins Spiel: Auf dem Kongress konnte ich das ein oder andere Gespräch führen. Große Begeisterung über das, was wir in Kassel machen und das Verständnis, dass unsere Idee zwar einfach, aber eigentlich eine logische Konsequenz ist. Und dass diese Methode und die Professionalität, die mittlerweile im Online Bereich herrscht zusammen eventuell eine ganz neue Verbindung eingehen kann.
Wir werden uns bald treffen und planen …

Der “Online – On Air” Circle
Oktober 28, 2008
Es ist wirklich klasse, der “Circle” funktioniert nicht nur im täglichen Procedere, er zeigt auch für mich als Unternehmer Erfolg: Markus Dreesen hat den Sprung vom Radiomann zum Internet-Radiomann geschafft: Als Juror für den Baden Württembergischen Medienpreis 2009 berufen und ganz aktuell als Vortragender auf dem Medienforum Mittweida. Überall geht es um die Konvergenz von Radio und Internet, überall geht es darum, dass dieses Zusammenspiel mehr ist, als nur Moderatoren, die am Ende Moderation sagen: “Und mehr dazu unter www.radiopusemuckel.de …”
Es geht um ein Konzept, das die Kernkompetenz des Radios nutzt: Emotionalisierung. Jede Musik kann man überall bekommen, aber trotzdem hören Menschen immer noch Radio – weil sie dort ihre Musik in einem emotionalen Umfeld hören. Das erklärt auch die Anziehung von Wunschsendungen: Alle Songs, die dort gewünscht werden, sind auf allen Rechnern der Wünschenden vorhanden, aber sie sollen im emotionalen Radioumfeld gespielt werden – das ist ein bisschen so, wie der Tatort am Sonntag Abend – abgerufen aus einer Mediathek und allein angeschaut, macht er bei weitem nicht so viel Spaß, wie wenn er – in der Vorstellung – mit vielen Millionen genossen wird.
Nutzt man diese Emotionalisierung des Radio noch zur Communitybildung und bindet die ins emotionale On Air Umfeld mit ein, entsteht genau dieser “Online-On Air-Circle”, der in meinem derzeitigen Projekt “Radio BOB!” äußerst erfolgreich ist.
In diesem Zusammenhang ist der Blog bei Radio BOB! sicher das Mittel zur Wahl, um im Netz – mit eigentlich den klassischen Mitteln des Radios – diese Emotionalisierung zu erreichen und durch das On Air Medium noch zu befeuern. Eben der “Online – On Air” Circle …



